Aktuelle Ausgabe


Ausgabe #66
Juli 2015

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Zugriff Verweigert

stop-schildMan findet dieses Zeichen an Straßenkreuzungen, an Baustellen – und natürlich auch am MvLG. Seit knapp zwei Jahren gibt es nun ein System, welches mithilfe eines MvL-Proxys alle „unwichtigen“ Seiten sperrt; das bedeutet, es sperrt alle Seiten bei denen eine Gefahr auf Spaß besteht.

Ich kann die Funktion dieses Systems zwar nachvollziehen, dennoch nervt es mich inzwischen. Die „Sicherheitssperre“ wurde eingerichtet, weil immer mehr Schüler und Schülerinnen an den Schul-PCs spielten. Dies gefiel den Lehrern und Herrn Neiser natürlich nicht; ganz zurecht.

Also bat die Schulleitung Herrn Erben, unseren technischen Assistenten, diese Seiten zu sperren. Und so nahm alles seinen Lauf. Das MvL bekam einen eigenen Server mit der Software „Open School Server“. Diese Software brachte einen eigenen Proxy, die „Sicherheitssperre“ und ein MvLG-internes Dateisystem mit. Zwar hat der Server einige Vorteile für die Schule, unter anderem kann man begrenzt Dateien speichern und von allen Schul-PCs darauf zugreifen, allerdings gibt es auch einige Nachteile.

Angeblich soll man als Lehrer bestimmte, gesperrte Seiten freischalten können. Leider weiß die gefühlte Hälfte des Lehrerkollegiums nicht, wie man das macht. Meistens funktioniert etwas nicht oder die Rechner sind, nach dem Festlegen der Einstellungen, vom Internet getrennt. Aber auch die Software hat ihre Nachteile. Dazu zählt, dass bereits schon öfters alle Seiten, sogar Wikipedia und MvLG.de gesperrt waren. Zudem ruckelt das Login-Programm (aka. OSS-Logon) sehr und hängt sich bei einer falschen Eingabe oftmals sofort auf.

Viele Schüler stört dieses System; auch die Redaktion der Hupe hat Schwierigkeiten mit dem System, da diverse, für uns wichtige Seiten gesperrt sind. Auch YouTube kann nützlich sein; aber da ist die Spaß-Gefahr ja leider auch zu hoch. Wenn man im Unterricht ein Lied vorstellen möchte oder ein Video für das Referat benötigt, und dieses nicht illegal herunterladen möchte, hat man schlechte Chancen.
Aber auch Foren, in denen oftmals nützliche Infos für die Hausaufgaben oder Referate stehen, sind konsequent gesperrt.

Fazit: Das „Sicherheitssystem“ ist zwar gut gemeint, allerdings weist es sehr viele Mängel auf. Es wäre sinnvoll, wenn alle Lehrer eine kleine ‚Fortbildung‘ machen würden um so sicher mit dem Programm umgehen zu können. Auch wäre es toll, wenn Schüler die Möglichkeit bekämen mitzubestimmen, welche Seiten wirklich sinnvoll sind und somit nicht mehr gesperrt werden sollten.