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Koblenzer Tage der Automatisierungstechnik

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Vom 29. bis zum 31.10.2012 fanden die Tage der Automatisierungstechnik in Kooperation mit Siemens statt. An diesen drei Tagen konnten zwölf Schüler der Klassenstufen 10 und 11 anhand von Programmen die Automatisierungstechnik entdecken. Organisiert wurde das Ganze von Herrn Ruben Keuchel. Ich hatte das Glück mitzumachen und will nun davon berichten.

Zuerst begannen wir mit den einfachen Sachen. Nachdem Herr Jürgen Schnaudt, ein Technikexperte von Siemens, uns etwas über die Geschichte und Tätigkeitsbereiche des Konzerns erzählt hatte, wandten wir uns den technischen Dingen zu. Wir arbeiteten mit einer speziellen speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) namens SIMATIC S7-1200, die über Programme Aufgaben übernimmt, die zum Beispiel das Regeln von Maschinen in der Industrie betreffen. Dazu gab es ein Programm, das Totally Integrated Automation Portal (TIA Portal), in welchem wir Computerprogramme erstellen konnten, die bestimmte Aufgaben hatten. Bevor wir nun selber mit der Steuerung arbeiten durften, mussten wir uns erst ein wenig mit der Digital- und Schaltungstechnik vertraut machen, wie zum Beispiel mit der Adressierung der SIMATIC, aber auch mit der Bedienung des TIA Portals.

Dann durften wir aber endlich anfangen. Wir beschäftigten uns zuerst mit den logischen Grundbausteinen AND, OR, NOT, NAND, NOR und XOR. Wir untersuchten ihre Eigenschaften mit einer sogenannten Wahrheitstabelle, in welcher wir eintrugen, wann ein Signal ankam und wann nicht. Dann begannen wir mit logischen Verknüpfungen der Grundbausteine, um aus ihrer Kombination neue Eigenschaften zu gewinnen.

Am Dienstag machten wir sofort weiter. Wir beschäftigten uns mit neuen Bauteilen und verknüpften sie miteinander, um neue Gegebenheiten zu erhalten, wie zum Beispiel ein verzögertes Ein- oder Ausschalten oder Auswahlschaltungen. Manche Aufgaben waren etwas schwieriger als andere, doch zu guter Letzt konnten wir sie alle lösen.

Der Mittwoch wurde eine Überraschung für uns. Anstatt einfach nur weitere Aufgaben und Kombinationen auszuprobieren, hatte Herr Schnaudt sich etwas anderes für uns überlegt: Wir sollten „Firmen“ auf einer „Messe“ repräsentieren und unser Produkt vorstellen. Dazu gehörte, neben dem Produkt, auch eine angemessene Präsentation. Wir suchten uns jeweils eine Aufgabe heraus, und von da an hatte jede Zweiergruppe ihre eigenen Probleme. In meiner Gruppe beschäftigten wir uns mit der Sicherheitsbeleuchtung von Windrädern, eigentlich eine leichte Aufgabe – dachten wir zuerst. Es stellte sich dann doch als ein wenig komplizierter heraus, als wir gedacht hatten. Die Aufgabenstellung besagte, dass wir an drei Windlichtern zwei aufeinanderfolgende Lichtimpulse von je 0,2 Sekunden Dauer im Abstand von 3 Sekunden aufleuchten lassen sollten. Der erste Impuls funktionierte, doch mit dem zweiten bekamen wir unsere Probleme. Doch schließlich lösten wir auch das und machten uns an die Erstellung einer Präsentation für unsere Blitzlichtanlage.

Am Nachmittag war es dann soweit: Die Produkte sollten vorgestellt werden. Wie es aussah, hatten alle ihre Aufgaben gelöst, nur gab es bei der Präsentation ein paar Probleme, da es mit dem Laden der Programme in die Steuerung nicht so ganz funktionierte oder die Zuschauer einige unangenehme Fragen zu der Schaltung stellten. Alles in allem klappte es jedoch bei jeder Gruppe eigentlich ganz gut, und damit waren die drei Tage auch leider schon zu Ende.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, und ich würde, sofern es noch einmal angeboten würde, gerne wieder daran teilnehmen.

Schlagwörter:

Automatisierungstechnik Koblenz Siemens