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Ausgabe #66
Juli 2015

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Ein kleiner motivierender Rückblick

Abitur. Was heißt das eigentlich? Allgemeine Hochschulreife? Nein! Abitur bedeutet auch, eine Lebensveränderung. Wenn man noch in der 10. Klasse ist, blickt man oft mit Schrecken und Furcht auf die 13. Klasse. Einem wird das Gefühl vermittelt, als müsste man den kompletten Lernstoff der ganzen verdammten Jahre pauken. Aber wenn man mal die erste Arbeit geschrieben hat, wird man den ganzen Leuten zustimmen, die einem gesagt haben, dass es sich eigentlich nur um eine ganz normale Kursarbeit handelt.

Im Endeffekt hat man sich viel zu sehr verrückt gemacht und muss schon fast schmunzeln. Aber diese Erfahrung kann man nur selbst machen. Obwohl man das Leben dann erst so recht in allen Zügen genießen kann, beschäftigt einen immer mehr die Frage: „Und was nun?“

Hinzu kommt, dass in der heutigen Welt so viele verschiedene Möglichkeiten und Kombinationen der Studiengänge, Ausbildungsplätze und Auslandsaufenthalte gibt. Wie soll man da den Überblick behalten? Warum gibt es nicht jemanden der einem einfach den Weg vorgibt? Ich denke es ist vor allem schwer sich selber bewusst zu machen, welchen Berufsweg man einschlagen möchte und wo man seine Eignungen und Fähigkeiten sieht. Die Schule schafft dafür „nur“ die Grundvoraussetzungen.Und wenn man irgendwo nicht angenommen wird, sollte man sich nicht direkt entmutigen lassen. Wie heißt es doch so schön: „Wenn sich eine Tür schließt, öffnen sich zwei neue.“

Diesen Themen kann man sich nun nicht mehr entziehen. Vorher war man 13 Jahre lang in der Schule und konnte solche Entscheidungen über den Berufswunsch aufschieben und nun wird jeder seines eigenen Glückes Schmied. Jetzt können wir nicht mehr die Hausaufgaben voneinander abschreiben oder uns auf unseren Sitznachbar verlassen.

Vermissen werden wir auch unsere Mitschüler, die uns die ganze Jahre begleitet haben und die unsere Freunde geworden sind. Wie oft nimmt man sich vor, dass man in Kontakt bleibt. Friends 4ever – aber wenn die ersten einmal umziehen und jeder seinen eigenen Weg einschlägt, dann werden wir feststellen, dass dieses Versprechen nicht so leicht zu erfüllen ist. Umso mehr bin ich die zukünftigen Klassentreffen gespannt, die wir irgendwann anfangen zu planen. Wenn wir dann alle in unseren besten Jahren aufeinander treffen werden wir bestimmt die eine oder andere Überraschung erleben.

Ich weiß noch wenn mir meinen Eltern ständigen in den Ohren lagen, dass die Schulzeit ja die beste Zeit des Lebens war. Eigentlich schwer nachzuvollziehen. Als Berufstätige verdiene ich schließlich Geld für meine erbrachte Leistung. Doch was einem im Alter von beispielsweise 30 Jahren bleibt sind Erinnerungen an die Zeit, die wir gerade zusammen verbringen. Eine Zeit, wo die Stufe noch engere zusammenschweißt wird, eine Zeit, in der wir viel unternehmen und Spaß haben, eine Zeit, in der wir nicht nur erwachsen werden sondern auch mehr Verantwortung übernehmen, und eine Zeit, in der wir unsere Lehrer auch mal von einer anderen Seite kennenlernen und feststellen, dass sie doch gar nicht so „uncool“ sind.

Abschließend lässt sich also sagen, dass zwar die Schule nun für uns erst einmal ausgedient hat, aber wir sie immer positiv in Erinnerung behalten werden. Wir haben zusammen gelacht, wir haben zusammen unsere Lehrerinnen und Lehrer zur Weißglut gebracht, wir haben Erfolge sowie Enttäuschungen erlebt, wir haben auch mal gegen Regeln verstoßen, wir haben aber auch Engagement und einen starken Willen gezeigt. Und nun heißt es: „Bis zur nächsten Etappe!“

Schlagwörter:

2013 Abitur Motivation Rückblick