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Ausgabe #66
Juli 2015

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Abitur!!!!!!

Die Zeit nach dem (schriftlichen) Abitur ist die Zeit vor dem Leben? Eigentlich nicht. Im Grunde leben wir alle schon 18,19,20 oder, wie ein nicht namentlich genannter Schüler, 32 Jahre auf diesem Planeten. Aber davor waren wir nicht gänzlich auf uns allein eingestellt. Allmählich müssen wir eigene Entscheidungen treffen, die unser Leben in Zukunft stark beeinflussen werden. Schon die winzigste Entscheidung verändert alles. Das musste Marty Mcfly am eigenen Leib erfahren. Doch ich schweife ab.

Natürlich ist man bzw. bin ich erleichtert darüber, dass alle Klausuren geschrieben sind. Nach wochenlanger Abstinenz kann man nun wieder gefahrenlos Filmrisse haben. Nach all der Lernerei bzw. Nicht-Lernerei haben wir uns das alle verdient. Immerhin hat man in der Regel nur ein Mal das Vergnügen, die Zeit nach dem schriftlichen Teil der allgemeinen Fachhochschulreife zu genießen. Schade, dass nicht jeder Schüler unserer Stufe dies so sieht. Manche bleiben lieber zuhause im warmen Häusje, anstatt sich mit den anderen Leidensgenossen in der Kälte in Ekstase zu trinken. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Wir chillen ja bekanntlich noch ein paar Wochen in dieser Lehranstalt. Also ist für jeden noch die Gelegenheit vorhanden.

Vielleicht war nicht jede Klausur wie erwartet. Vielleicht war die eine oder andere Klausur in den Augen des Betrachters zu schwer. Auch meine Klausuren hätten besser sein können, aber: Von nix kommt nix, denn mein Engagement hätte zugegebenermaßen größer sein können. Aber erst mal sind die fiesen Klausuren aus den Augen und damit aus dem Sinn. Meiner Meinung nach und hoffentlich auch der Meinung anderer Menschen nach ist Schule nicht alles im Leben und somit überbewertet. Der gutaussehende und beliebte Milliardär Robert Geiss hat „nur“ einen Hauptschul-abschluss und hat es dennoch zu Reichtum und einer Doku-Soap auf RTL 2 gebracht. Im Endeffekt ist jeder seines Glückes Schmied. Das Abitur öffnet dabei lediglich ein paar Türen. Doch genug Metaphern für diesen Artikel.

Insgesamt verbrachte ich dreizehn Jahre in der Schule. Ein Phänomen, denkt sich der ein oder andere Hochbegabte. Ich bereue jedoch kein einziges Jahr davon. Natürlich gab es auch negative Erfahrungen und Erlebnisse. Aber die positiven und guten Zeiten überwiegen in meinem Fall.

Jetzt heißt es, Abschied von der Schule nehmen. Eine neue Zeitepoche für jeden von uns beginnt.

Ich persönlich mag es nicht, weit in die Zukunft wie Nostradamus zu blicken. Schließlich leben wir im Hier und Jetzt. Ich versuche, so hart es auch sein mag, die letzten Tage in der Schule zu „genießen“. Ich hoffe, der Rest tut es auch – wenn nicht, ist mir das auch egal.

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2013 Abitur